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Ein Reisebericht

Ein fünftägiger Ausflug nach New York City kann ein paar aufregende Einblicke geben. Bereits im Herbst des Vorjahres gebucht, macht man sich kaum Gedanken, wie das Wetter wohl sein wird. Im Februar gibt es schon mal wiederholt den einen oder anderen Blizzard oder Kälte, Schnee und ein Sauwetter. Aber wir hatten echt Glück. In der Vorwoche lag noch Schnee – an unserem Ankunftstag war der Geschichte und es gab für eine Februarwoche viel Sonne und sogar einen Sonnenbrand auf der ultimativen Bootstour um Manhattan herum.

Nun – dieser Reiseblog soll nicht die chronologische oder gar die weltmännische Sicht bedienen; vielmehr sind ein paar Tipps aufgeführt, um sich zu orientieren, erleben wird das ohnehin jeder auf seine Art. Vielleich sind aber auch nur ein paar Eindrücke, die es zu beschreiben gilt. Auch wird nicht alles erwähnt – Wall Street, Central Park u.v.m. wurden besichtigt – aber nicht alles muss erzählt sein.

Flug und Komfort

Wir sind von Berlin TXL (Tegel) mit airberlin geflogen. Worüber sich der Nichtvielflieger eher wenig Gedanken macht, ist Komfort in einem Flugzeug auf einer Langstrecke – besonders die Sitzabstände sind schon eine Herausforderung an die persönliche Konstitution, wenn man wie wir – hier die „Holzbank-Klasse“ genutzt haben. Kaum sitzt man auf dem engen Sitz, wird das Upgrade mit mehr Beinfreiheit angeboten. Aber gut 80 € (je Person und Hin- und Rückreise) hätten das „Schnäppchen“ schnell wieder relativiert. Tipp: Vorher sollte man sich genau überlegen, ob man das für einen 8 Stunden Flug durchhält, ggf. bei der Airline informieren, wieviel cm Beinfreiheit vorhanden sind und was das Upgrade kostet. Die Bordverpflegung war gut, das Personal an Bord sehr freundlich und die Pünktlichkeit hervorragend.

An- und Abreise zum JFK Flughafen

Unser Hotel lag auf Insel Long Islands in Queens, dem größten, der 5 New Yorker Stadtbezirke. Es gibt viele Möglichkeiten vom Flughafen da hin zu kommen, wir haben uns für den öffentlichen Nahverkehr entschieden. Zunächst fährt man mit dem sogenannten AirTrain JFK zur Jamaica Station (Fast Way); bezahlt wird bei Ankunft in der Station, bei der Rückreise vorher. Mit einem Metro Ticket im Package kostet das 7,75 USD. In gut 10 Minuten ist man in der Jamaica Station. Von hier aus ging es mit der Metro zur Metro Station Queens Plaza, von dort zu Fuß zum Hotel – keine Stunde insgesamt! Tipp: Der AirTrain (ohne Metro) kostet je Fahrt 5 USD – wer häufiger in NY ist sollte ein 10 Ticket am Automaten kaufen. Die Metrokarte für 7 Tage kostet 31 USD und ist „obligatorisch“ für alle, die sich in NY bewegen wollen.

 

Übernachtung

Die „Schnäppchenreise“ wurde bereits 5 Monate zuvor gebucht und enthielt neben dem Flug auch 4 Übernachtungen mit Frühstück Holiday Inn Manhattan View. Gleich um die Ecke war die nächste Metro Station (Linie N, Q 39. Av.) – von dort zum Times Square ist man in einer viertel Stunde. Das Hotel ist/war eine gute und günstige Variante zur Option in Manhattan selbst und liefert einen angemessenen Preis-/Leistungskomfort für New Yorker Verhältnisse. Tipp: Wer in NY übernachtet, sollte unbedingt prüfen, wie weit die nächste Metro Station entfernt ist.

Metro, Bus, Schiff

Die schnellste Möglichkeit, von A nach B zu kommen, ist die mit der Metro, solange diese Orte auch im Metro Netz eingebunden sind. Was man unterschätzt – für deutsche Verhältnisse, wie Berlin oder München etwa – sind die Entfernungen zwischen den Stationen.  Diese sind deutlich größer. Auch die Beschilderungen zu den Stationen ist eher unauffällig und nicht unbedingt von weitem zu erkennen. Tipp: Unbedingt einen Metro Fahrplan kaufen und als App herunterladen, sich die Linienführung einprägen und sich klarmachen, wohin man grundsätzlich will – also uptown Richtung Bronx, downtown Richtung Manhattan oder eastside Richtung Brooklyn oder Queens.

Rockefeller Center und Empire State Building

Top Of The Rock – https://www.topoftherocknyc.com/ – ist eine der im Reisführer empfohlenen Aussichtsplattformen, bei der man mit wenig Wartezeit zum Ziel kommt. Das war hier auch so. Die Sicht war super und der Blick über Manhattan zeigt einem die Struktur dieser Metropole eindrucksvoll. Top Of The Rocks liegt im Rockefeller Center und quasi in Blickrichtung downtown sieht man das Empire State Building – https://www.esbnyc.com/de – . Auch hier muss man mal oben gewesen sein. Die Wartezonen sind hier anders und mit viel Glück schafft es der Besucher in 30 Minuten zum Fahrstuhl zu kommen.

Circle Line – Einmal um Manhattan

Eine Bootstour mit der Circle Line – https://www.circleline42.com/de/ – ist eine Reise wert! Wir hatten ein „saugutes“ Wetter mit fast 20 Grad Celsius und voller Sonne war die Best Of NY Tour mit 2,5 Stunden ein Highlight – Sonnenbrand inclusive (wer rechnet im Februar schon damit?). Tipp: Ticket muss vorher gekauft oder mit einem NY Pass erworben werden. Am Pier 86 ist der Schalter und der Liegeplatz vom Schiff (Schiffen). Rechtzeitig (mindestens 30 Minuten, bei schönem Wetter eher) anstellen und einen Außenplatz auf der in Fahrtrichtung linken Seite suchen! Diese Best Of NY geht auf dem Hudson River Richtung Freiheitsstatue (da kommt man wirklich nahe daran vorbei!!) nach Süden und kommt auf dem East River schließlich über den Harlem River wieder zum Hudson zurück.  

9/11

Das Denkmal für die Opfer ist gelungen und ein Hauch von Schwermut breitet sich aus. http://www.newyorkcity.de/9-11-memorial-am-ground-zero/

Das neu errichtete Bauwerk am Ground Zero hat ein sogenanntes Observation Deck. https://oneworldobservatory.com/

An diesem Ort wird wohl jeder NY Besucher einmal verharren wollen.

Brooklyn

Brooklyn liegt im Südosten der Stadt am Ende von Long Island und ist nach Manhattan der am dichtesten besiedelte Verwaltungsbezirk. Wir machten die Tour von Manhattan aus (auf eigene Faust) zu Fuß über die Brooklyn Bridge – https://lovingnewyork.de/sehenswuerdigkeiten/brooklyn-bridge/ – und staunten über dieses Bauwerk! Tipp: Ein wundervoller Aussichtspunkt ist am Ende der Brücke am East River!

In Brooklyn findet man die weiter unten genannte Pizzeria Juliana´s, und eine Reihe von Kaffeeröstereien wie die von Toby´s Estate https://tobysestate.com/ .

Time Square und The Ride

Ein „must“ ist der brillante Time Square und die Umgebung mit Broadway und der schillernden Lichtreklame. Das sollte zu unterschiedlichen Zeiten genossen werden. Wir waren wohl jeden Tag zu unterschiedlichen Zeiten dort – auch, weil es hier einen Verkehrsknotenpunkt gibt. Eine Touristen Attraktion, die wir gebucht hatten, war The Ride. Auf der Website ist das ganz anschaulich dargestellt. https://experiencetheride.com/ . Wir waren auf der Abend Tour um 20:30 Uhr und konnten so die Umgebung Time Square um mehr einmal aus eine anderen Perspektive erleben.

Museen in NY

Gereicht hat es nur zu zwei Visiten – dem MET und dem Guggenheim Museum. Die Bandbreite der Museen ist riesig und die Verweildauer kann Tage dauern. Tipp: genau prüfen, wieviel Zeit man im Museum verbringen will. Die Eintrittskosten können über einen NY Pass (es gibt drei Varianten) geplant werden.

The MET (Das Metropolitan Museum of Art) ist das größte Kunstmuseum der Vereinigten Staaten. http://www.metmuseum.org/ Es liegt an der Museumsmeile der 5th Avenue östlich vom Central Park. Nicht verwechseln mit dem MoMA  (https://www.moma.org/) – dem Museum of Modern Art).

Gleich in der Nähe ist auch das Guggenheim Museum. https://www.guggenheim.org/ Hier gibt es sehr, sehr teure Kunstwerke zu bestaunen. Echte Picasso, Kandinsky und van Gogh reihen sich in eine vortrefflich inszenierte Sammlung ein.

Essen und Trinken

Immer beliebt sind die Geschäfte, in denen man frische Speisen zubereitet findet – etwa im Sunac Natural Food – einem Feinkostgeschäft  http://www.sunacnaturalmarket.com/ 600 W 42nd St (42nd Street &11th Ave.). Tipp: selbst ausprobieren – z. Bsp. am Buffet.

Wer Burger mag sollte das einmal in einem Shake Shack Restaurant versuchen. Die Adressen der Filialen findet man hier https://www.shakeshack.com/ Wir waren im 152 East 86 th Street und sehr zufrieden.

Juliana´s Pizza (19 Old Fulton St, Brooklyn www.julianaspizza.com) gilt nicht umsonst als eine der angesagten Adressen für tolle Pizzen in NY. Wartezeiten sind unvermeidlich. Wir waren nach einer Stunde dran und waren begeistert!

Ein Biergarten im Meatpacking District ist das “The Chester @ The Gansevoort“ (18 Ninth Avenue www.thechester.com/) Hier gibt es auch Platz zum „draußen sitzen“ und ist ein wunderbarer Platz zum Kommunizieren. Wir bestellten 2 Bier und bekamen zwei Maßkrüge je 10 USD, vor Steuern und Tip  – ein guter Preis!

Restrooms finden

„Finding a public bathroom in New York City can be a challenge“- Öffentliche Toiletten zu finden, sind eine echte Herausforderung. Die Alternative ist oft ein Starbucks Café – da bekommt man einen Toilettencode, sobald etwas gekauft wurde. Hinweis: Die Metro Stationen haben keine Toiletten.

High Line und Meatpacking District

Die zum Park umfunktionierte Hochbahntrasse – die High Line – war ein weiterer Höhepunkt unserer Reise. Wir beschritten diese Line von Anfang bis Ende und waren begeistert. http://www.thehighline.org/visit . Tipp: Nach der Bootstour kommt so ein „Spaziergang“ gut an.

Der Meatpacking District sollte auf dem Besuchsprogramm immer dazugehören. https://de.wikipedia.org/wiki/Meatpacking_District und https://lovingnewyork.de/insider/insider-guide-meatpacking-district/ Ein Bezirk im Umbruch und derzeit echt angesagt! Hier findet der Kunstliebhaber auch ein modernes, neues Museum das Whitney Museum of American Art. http://whitney.org/ – ein must für den nächsten Besuch.

Bryant Park

Der Bryant Park (www.bryantpark.org/)  im Stadtteil Manhattan zwischen der 5th und 6th Avenue und der West 40th und West 42th Straße in Midtown Manhattan, hier noch mit der Eisbahn zum Schlittschuhlaufen eingerichtet, lässt sofort im Kopf das eine oder andere Bild aus dem Film entstehen, wo hier der Treffpunkt war.

Fazit

Ein privater, 5 tägiger Trip (Trip = eine kurze Reise, die jemand zum Vergnügen macht) nach NY ist keine Business Reise. Zieht man An- und Abreise ab, verbleiben ohnehin nur 3 volle und zwei anteilige Tage.

Das Studium von 3 Reiseführern hat sich nur bedingt gelohnt. Entscheidend waren Basics, wie 2 Kreditkarten (eine wurde wegen defektem Chip nicht akzeptiert), ein paar Dollar (die erste Ausgabe für das Metro Ticket am Kiosk konnte nur bar bezahlt werden), den Metro-und Stadtplan (auch als App), den richtigen US Adapter für den Strombedarf vom Handy und iPad, gute Kondition (zu Fuß waren wir durchschnittlich 20 km/Tag unterwegs),  die Big 10 Orte einplanen (9/11, Time Square, Central Park usw.) und sich ein wenig dem Treiben der Stadt (die niemals schläft…) hingeben. Jede Avenue und jede Street und jeder District prägen eine eigene Kultur.

Zum Thema Telefon und WLAN sei noch angemerkt, dass die Roaming Kosten mit der deutschen SIM Karte schnell teuer werden können. Beim nächsten Trip würde ich überlegen, eine SIM Karte vor Ort zu erwerben oder diese bestellen. Freies WLAN ist in NY noch im Beta Stadium – ständig muss man sich neu einbuchen in die lokalen Spots. Das wird sicher noch….

Noch einmal zur Fitness: Es gibt im Nahverkehrsbereich nur sehr wenige Rolltreppen – dafür viele Treppenstufen und lange Wege. Dafür entschädigt oft ein guter Gig von recht unterschiedlicher, musikalischer Ausprägung. Die Gangart in NY (zu Fuß) ist schnell (Zeit ist Geld) – Touristen, die bummeln, fallen als solche auf!