Island Trail 2018

Island …ein Reiseziel für eine Gruppenreise für 10 Personen im Juni 2018

Erste Eindrücke

Island (isländisch Ísland von ís „Eis“ und land „Land“) ist mit rund 103.000 km² (Landfläche: 100.250 km², Wasserfläche: 2.750 km², mit Fischereizone758.000 km²) – nach dem Vereinigten Königreich – der flächenmäßig zweitgrößte Inselstaat Europas. Die Hauptinsel ist die größte Vulkaninsel der Erde und befindet sich knapp südlich des nördlichen Polarkreises. “ https://de.wikipedia.org/wiki/Islands (www.islandtours.de)

Eine gute Vorbereitung einer Island Reise ist dringend anzuraten. Die Reiseagentur (ITG Island Tours GmbH,  Pfinztalstraße 90, DE-76227 Karlsruhe,Tel. +49 (0)721 680 39 777  ) hatte und hat durch exzellente Ortskenntnisse und langjährige Erfahrung die geeignete Expertise, das Ziel einer gelungenen Reise zu gewährleisten. Wer keinen Stop Over in Reykjavik plant und das Land kennen lernen will, ist gut beraten, sich der Erfahrung einer Reiseagentur anzuvertrauen. Der Zeitpunkt der Reise ist in ein enges Netz von Abhängigkeiten eingebunden. Gesperrte Straßen und Pässe, geeignete Unterkünfte, ggf. Alternativen und die abseits vom Golden Circle „versteckten“ POI Highlights sind ohne Hinweis nicht so einfach zu lokalisieren. Und sollte etwas schief gehen, ist ein starker Partner an der Seite. (https://www.islandtours.de/)

Die gefahrenen Streckenabschnitte befinden sich – aufbereitet auf einer Karte –  am  Ende der Tageschroniken.

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Tag 1 (9.6.)

Start: In Hannover 6:38 Uhr mit dem ICE und nur einer geringen Verspätung geht es nach Hamburg zum Airport. Die Boing 757-200 startet mit einer Stunde Verspätung und ist um 16 Uhr Ortszeit auf Island gelandet. Durch die zweistündige Zeitverschiebung ist hier der Nachmittag erst angebrochen. Kaum vorzustellen, dass es aber auch am Abend und in der Nacht nicht dunkel werden wird. Der Flughafen Keflavik ist etwa 50 km von unserem Hotel in Reykjavik entfernt. Mit drei geländefähigen Mietwagen (4 x 4 Radantrieb) braucht es eine knappe Stunde in die Hauptstadt. Unterwegs wird der erste Einkauf für die Zwischenverpflegung am Folgetag in einem Markt getätigt. Spätestens jetzt wird klar, dass der kleine Einkaufskorb voll für 14.000 isländische Kronen (ISK) – das sind ca. 116 € – eine andere Preisstellung hat, als im deutschen Supermarkt.

Ziel: Ein zweckmäßiges Fosshotel im Zentrum von Reykjavik.

Hotel: Wie o. g. ein Fosshotel. Wer das im Internet googelt, wird staunen, dass hier die Zimmerpreise nicht unter 220 € liegen. Frühstück geht extra. Unser Reiseveranstalter hat alle Hotels mit Frühstück vorgebucht und dafür immer geeignete Doppelzimmer reserviert. Auch ist grundsätzlich (bis auf den Abflugtag) daran gedacht worden, dass es ein Restaurant gibt, indem eine Abendmahlzeit eingenommen werden kann. Nun in Reykjavik gibt es eine breite Auswahl an schicken Lokalen.

Strecke & Weg: Hannover-Hamburg-Keflavik-Reykjavik

Highlight: Keine Bäume, keine Sträucher auf dem Weg in die HauptstadtErste Lamm Burger schmecken hervorragend – ab dem 3. Glas Wein, bestellt man gleich eine Flasche (nicht unter 58 €) – ein Bier kostet mindestens 10 €; es gibt aber eine tägliche Happy Hour mit Rabatt – Stopover in dem ersten Gastro-Pup auf Island – es wird nicht dunkel – leichter Regen.

Tagesablauf: Viel Sitzen (Bahn, Flugzeug, Auto) – viele neue Eindrücke – endlich, nach 12 Stunden am Ziel.

Fazit: Island ist anders, als erwartet. Eine komplett andere Vegetation, ein anderes, raues Klima, teurere Lebenshaltungskosten ggü. Deutschland und es wird (im Sommer) nicht dunkel.

 

Tag 2 (10.6.)

Start: Reykjavik

Ziel: Vik

Hotel: Dyrholaey

Strecke & Weg: Lavagebiet Krysovik; die erste Teilstrecke ohne Asphalt – Eyrarbakki – Selfoss – Skogafoss – Seljalandfoss – Kap Dyrholaey – Reynisfjara

Highlight: Erste geothermische Quellen mit siedendem Schwefelwasser, schwarze Küste mit pechschwarzem Sandstrand und gefährlicher Strömung (hier ist erst kürzlich ein Reisender ertrunken und das passiert hier wohl öfter, auch wenn große Warntafeln vor der Unterströmung warnen) – nochmal ein kilometerlanger Lavasandstrand –  eine riesige Trocknungsanlage für Stockfisch (zumindest für die Köpfe und die Skelette) –  Gletscher und Blick auf die große Gletscherlagune.

Tagesablauf: Tiefhängende Wolken begleiten zunächst den Tag und die Fahrt zum Lavagebiet Krysuvik. Eine riesige Stockfisch Trocknungsanlage auf freier Fläche gilt es zu bestaunen und zu riechen. Es gibt sogar die ersten Isländer (Pferde) zu bestaunen und die auf Grünflächen allseits anzutreffenden Schafe. In Selfoss regnet es bei 9 Grad. Der erste Wasserfall Skogafoss wird bei Sonnenschein erreicht. Der Seljalandsfoss (Wasserfall) lässt einige von uns nass werden. An der Südspitze des Festlands liegt das Kap Dyrholey mit dem 120 m hoch gelegenen Loch, dass so manche Ansichtskarte ziert. Es geht weiter zu den kilometerlangen Stränden mit schwarzem Lavastrand und den lebensgefährlichen Wellen, die durch ihre Unterströmung schon einige Leben gekostet haben.

Fazit: Nach dem Körper ist nun auch der „Geist“ in Island angekommen und stellt sich dem rauen Klima an dem Atlantik. Eine beeindruckende Landschaft tut sich auf, sobald man die Hauptstadt verlässt.

 

Tag 3 (11.6.)

Start: Vik (Hotel)

Ziel: Fagurholsmyri

Hotel: Ein ruhiges Hotel in ländlicher Umgebung in einem Bergtal mit Blick auf den aktiven Vulkan Öræfajökull ,20 km vom Nationalpark Skaftafell und 5 km vom Naturpark Ingólfshöfði entfernt.

Strecke & Weg: Auf der Ringstraße A1 Richtung Nordosten – insgesamt werden es 252 km.

Highlight: Lila und Blau in sattem Grün – ein prächtiges Farbenspiel mit den Strandlupinen, den Mosen, Flechten und Gräsern und dem Himmel am blauen Meer. Ein Friedhof der Steine beeindruckt. Wildwasser und die Ausläufer der Gletscherzunge des größten Gletschers lassen staunen. Aber das ist nichts zu den blauen Eisbergen in der Gletscherlagune, die per Bootstour bestaunt werden. 1200 Jahre altes Eis wird geborgen und ein Whisky Tasting der besonderen Art gemacht.

Tagesablauf: 8 Uhr 20 Abfahrt vom Hotel. Das erste Mal tanken. Der erste Supermarkt läd zum zweiten Einkauf ein. 6000 ISK wechseln den Besitzer. Das Abendessen vom Vorabend hat 600 € gekostet – na immerhin sind 10 Personen zu versorgen.  Laufskalavarda ist – meine Worte – ein Steinfriedhof (http://www.love-iceland.at/portfolio/laufskalavarda/) – beindruckend. Mittags gelangen wir an den Rand der Gletscherzunge Skeidararjökull (https://de.wikipedia.org/wiki/Skei%C3%B0ar%C3%A1rj%C3%B6kull). Die Tagestemperatur erreich erstaunlich 14 Grad. Die Gletscherlagune, auf der wir eine Bootstour unternehmen ist als must jedem zu empfehlen. 1200 Jahre ist das Eis der  abgebrochenen Eisberge des Gletschers alt, dass hier über einen Zeitraum von einem Jahr langsam taut und in den Atlantik treibt. (https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6kuls%C3%A1rl%C3%B3n)

Das Besucherzentrum des Nationalparks Skaftafell gibt einen guten Einblick in diese Landschaft und bietet Optionen für verschiedene Wanderungen und Spaziergänge an.  https://de.wikipedia.org/wiki/Skaftafell-Nationalpark

Fazit: Eis und Schnee – Lava und schwarze Strände – wie auf einem anderen Planeten oder eine unglaubliche Kulisse für Filmschaffende.

 

Tag 4 (12.6.)

Start: Fagurholsmyri

Ziel: Tagestour zur Puffin Insel und in den Skaftafell Nationalpark

Hotel: wie Tag 3

Highlight: Die Papageitaucher (Puffins) (https://de.wikipedia.org/wiki/Papageitaucher)

Tagesablauf: Nebel und leichter Nieselregen zum Tagesbeginn lassen einem erneut darüber nachdenken, die falsche Kleidung mitgenommen zu haben. Auf einem offenen Anhänger hinter einem Traktor gespannt, geht es eine halbe Stunde hinaus durch die isländisch geprägte Marschlandschaft. 2 km abseits der Straße steht eine kleine Wellblechhütte, von der aus die Tour startet. Wir warten noch auf ein US-amerikanisches Touristen Team, das wie wir diese Tour gebucht haben. Unser jugendlicher Traktorfahrer ist gut gelaunt und fährt durch Wiesen und Gletscherflächen, über lose Vulkanasche hinaus zur Kolonie der Papageientaucher. Wir besteigen einen Felsen und haben eine gigantische Kulisse mit Felswänden, dem Meer und den Vögeln, die in den Felsspalten nisten. Wundervolle Aufnahmen gelingen hier.  Der link dazu:

(https://www.fromcoasttomountains.com/ingolfshofdi-puffin-tour).

Der Nachmittag wir im Nationalpark gestaltet. Der Svartifoss (Wasserfall) und eine Wanderung stehen auf dem Programm. Parken ist kein Problem, man sollte nur wissen, dass die Parkgebühr über das Kennzeichen erfasst wird (muss am Automaten eingegeben werden).

Am Abend bürgert sich mittlerweile die Routine des Sundowners ein, bei der mittels der Reste aus Mitgebrachten und Einkäufen ein Digestiv den jeweiligen Abend in der Regel recht früh beschließt.

Fazit: Sommer auf Island ähnelt mehr einer kühlen, regnerischen Jahreszeit mit dem Unterschied – es wird nicht dunkel! Die karge Landschaft nimmt einen gefangen – die schönen Papageientaucher sind ein Klasse für sich.

 

Tag 5 (13.6.)

Start: Fagurholsmyri

Ziel: Egilstadir

Hotel: Eyvindara

Strecke & Weg: Durch die karge Landschaft der Ostfjorde – 375 km.

Highlight: Erster Hot Pot – Entspannung pur! https://www.tripadvisor.de/Attraction_Review-g189960-d10223970-Reviews-Hoffell_Hot_Tubs-Hofn_East_Region.html

Tagesablauf: Die Welt der isländischen Hot Pots ist eine Geschichte für sich. Die geothermischen Quellen bringen das heiße Wasser zu Tage. https://de.wikipedia.org/wiki/Hot_Pot_(Thermalbad)

Ein Teil der Gruppe badet im Hot Pot. Herrlich und unkompliziert – mitten in der Landschaft, nur für Eingeweihte erkennbarer POI.

In Djupivogur wird Rast gemacht. https://de.wikipedia.org/wiki/Dj%C3%BApivogur –  Die Nachbildung der Eier von 34 in der Umgebung nistenden Vögeln wurden von einem Künstler dort im Sommer 2009 in Übergröße auf Betonfundamente gesetzt

Fazit: Delfine und Trolle wurden nicht gesichtet. Isländer können auch leckeres Craft Bier brauen.

 

Tag 6 (14.6.)

Start: Egilsstadir

Ziel: Husavik

Hotel: Edda Hotel

Strecke & Weg: Reykjanesbær, Hof, Varmahlíð und 3 weitere Standorte – 186 km mit dem Auto

Highlight: Dettifoss

Tagesablauf: Nach dem Tankstopp geht es durch Mondlandschaften, riesige Täler und Schluchten vorbei an einigen kleineren Wasserfällen – eine echt einsame Gegend. Das Wetter wechselt von leichtem Regen zu kräftigen Niederschlägen. Am Mittag wird der gigantische Wasserfall Dettifoss erreicht. Hier tummeln sich tatsächlich eine Reihe von Touristen. (https://de.wikipedia.org/wiki/Dettifoss)

Dann fahren wir von der ausgebauten A1 Straße ab auf eine off road Straße. Hier ist die Landschaft noch karger gestaltet. Irgendwann kommen wir wieder auf einem Asphalt Strecke. Husavik ist nun das Ziel und in dem Großraum dann ein sogenanntes Edda Hotel. Zu Ferienzeiten wird hier aus einem Internat einfach ein Hotel – großartige Idee der Isländer! Es gibt eine Sporthalle, einen Hot Tub, Aufenthaltsräume und einen Speiseraum, der als Restaurant dient.

Fazit: Es ist gut, einen kompetenten Reiseveranstalter zu haben – das Hotel hatte die Reservierung für einen anderen Ort vorgenommen – ein paar klärende Telefonate und unsere komfortablen Zimmer sind bereitgestellt.

 

Tag 7 (15.6.)

Start: Husavik/Hotel

Ziel: Tagestour

Hotel: wie Tag 6

Strecke & Weg: nnn

Highlight: Godafoss; Hverfjall Vulkankrater , das Myvatn Nature Bath (https://www.myvatnnaturebaths.is/) und Whale Watching pur

 

Tagesablauf: Um 7:30 Uhr beginnt der Kampf um das Frühstücksbuffet mit den ebenfalls untergebrachten Chinesen einer Reisegruppe. Es werden aber alle satt! Bei 3 Grad Abfahrt zum Wasserfall der Götter. (https://de.wikipedia.org/wiki/Go%C3%B0afoss)

In einem Geschäft werden warme Unterhosen gekauft (Empfehlung: Im Reisegepäck mitnehmen zu jeder Jahreszeit). Wir besuchen ein Thermalbad. Das Myvatn Nature Bath liegt an der Ostseite des Myvatn. Es existiert seit 2004. Ähnlich wie in der  Blauen Lagune wird mineralstoffreiches, heißes Wasser aus einem Bohrloch in eine kleine Senke geleitet.
Das Wasser im Badesee (fast 5000 qm) hat ganzjährig eine Temperatur von 38°C bis 40°C. Ein must für Besucher, die sich hierher trauen! Der Eintritt (ca. 38 Euro) lohnt sich meiner Meinung nach. Das Wasser ist milchig trübe, erinnert fast an eine Waschlauge. Wer einen besonderen Service mag, kann mittels Armbändchen sich ein kühles Getränk vom Bademeister an/in den See bringen lassen.

Einen echten Vulkankrater galt es zu besteigen. (https://de.wikipedia.org/wiki/Hverfjall) Von diesen Ty gibt es nur wenige weltweit und hier findet sich einer, dessen Kraterrand mit 140 Höhe leicht zu Fuß erreichbar ist.

In Husavik haben wir am späten Nachmittag die Whale Watching Tour gebucht. (https://www.gentlegiants.is/german) . Der Veranstalter weist darauf hin, dass es drei Stunden lang sehr hohen Wellengang gibt und eine angemessene Kleidung notwendig sei. Wir schlucken alle eine Reisetablette, bekommen über unsere Mehrschichtkleidung noch einen Overall und darüber noch eine lange Wetterjacke gestellt. Ein wenig fühlst Du dich wie im Raumanzug der Mann im Mond. Aber schon bald wird klar, dass hier alles echt ist und das drei Stunden auf offener See (es gibt keinen Unterstand oder eine Kajüte für die ca. 25 Gäste). Das keine Schiff trotzt den 3 m hohen Wellen legt sich quer, Gischt kommt über die Reling, kalter Wind, ein wenig Regen – ein Erlebnis der besonderen Art. Aber wir haben Glück und sehen tatsächlich einen Buckelwal.  

Fazit: Island hat mehr, als eine Blaue Lagune. Wer gern Achterbahn und Schiffsschaukel fährt, bekommt bei solch einem Wetter das Erlebnis über drei Stunden non stop präsentiert (Anm.: Ich hätte die letzte Stunde gern storniert)

 

Tag 8 (16.6.)

Start: Husavik/Hotel

Ziel: Varmahlid (Grossraum Akureyri, Region Skagafjördur) Nordisland

Hotel: Varmalhlid

Strecke & Weg: Akureyri, Siglufjördur, Skagafjördur – 234 km Fahrtstrecke

Highlight: Akurereyri, Siglufjördur und das erste Gruppenspiel der WM für Island gegen Argentinien (1:1)

Tagesablauf: Besuch der Hafenstadt Akureyri, genauer gesagt, sie liegt an einem Fjord. (https://de.wikipedia.org/wiki/Akureyri) Die Stadt gefällt mir! Die Sonne scheint und diese Stadt lädt zum Verweilen ein. Komme ich wieder in diese Gegend, bliebe ich gern hier ein paar Tage. Weiter geht es und unterwegs kommen wir tatsächlich an dem bereits kürzlich in deutschen Tageszeitungen beschriebenen Bier Spa vorbei. Wir halten an, trinken ein Craft Bier (die Fahrer ein Coke) und sehen ein paar Gäste im Bier baden. (https://www.northiceland.is/en/what-to-see-do/service/the-beer-spa)

In Siglufjördur  (http://www.sild.is/)  wird das Heringsmuseum besucht – das sind mehrere Gebäude und lohnenswert. Hier sehen wir auch eine Halbzeit des WM Gruppenspiels Island gegen Argentinien. Alle Leute sind mit Trikots zum Public Viewing gekommen, man stellt uns sofort Sitzplätze auf. In Hofsos betrachten wir das Emigrationsmuseum von Island (https://de.wikipedia.org/wiki/Hofs%C3%B3s).

Fazit: 60 km vom Polarkreis entfernt – Wahnsinn

 

Tag 9 (17.6.)

Start: Varmahlid

Ziel: Kerlingarfjöll im Hochland

Hotel: Mountain Hut

Strecke & Weg: Nur 138 km aber auf einer größtenteils steinigen und staubigen Piste direkt ins Hochland.

Highlight: Die Highlands von Island!

Tagesablauf: Gerade freigegeben, dürfen wir nach Rücksprache unserer Reiseagentur ins Hochland fahren. Abfahrt 6:30 Uhr. Durch ein Geothermalgebiet hindurch ruckelt der Wagen mit kleiner Geschwindigkeit durch die vegetationslos anmutende Mondlandschaft hinauf in das Hochland.  Ein Wagen hat einen Plattfuss, erreicht aber damit gerade so das Ziel im Kerlingerfjöll. (https://de.wikipedia.org/wiki/Kerlingarfj%C3%B6ll)

Nach Bezug der Ressort-Unterkünfte geht es zu einer Wanderung in die Bergwelt. Teilweise sind die Wege noch voller Schnee und Eis, teilweise geräumt und im geothermischen Bereich sprudeln Schwefelquellen bis zu 100 Grad heißes Wasser an die Oberfläche. „Zauber des Nordens“ oder die „Trollweibs-Berge“ – hier mutet es wirklich an, wie in der Welt vom Herrn der Ringe mit angelegten kleinen Treppenstufen, eng an Berghängen verlaufenden Pfaden und dampfenden Quellen. Eine zauberhafte Welt!

Fazit: Eine Welt aus Feuer und Eis – grandios!

 

Tag 10 (18.6.)

Start: Hochland

Ziel: Selfoss

Hotel: Fosshotel

Strecke & Weg: 218 km

Highlight: Thingvellir

Tagesablauf: Abfahrt um 7:30 Uhr bei 4 Grad Außentemperatur. Nach 55 km erreichen wir wieder eine normale Straße. Nun sind wir auf dem Weg zu den Zielen des sogenannten Golden Circle von Island. (https://de.wikipedia.org/wiki/Gullni_hringurinn). Erster Anlaufpunkt ist der Gullfoss (Goldener Wasserfall), gefolgt vom Gebiet der Geysire mit dem Strokkur (https://de.wikipedia.org/wiki/Strokkur).Mein Highlight ist dann aber der Thingvellir Nationalpark mit dem Thingplatz. (https://de.wikivoyage.org/wiki/%C3%9Eingvellir-Nationalpark)

Man wandert auf zwei Kontinentalplatten – ist einmal auf der nordamerikanischen, einmal auf der europäischen Seite – wo kann man das sonst beschreiten? Dann der erste erwähnte „Thinktank“ (meine Zuordnung) ist Pflichtprogramm beim Besuch von Staatsgästen, die hier noch nicht waren.

Fazit: Auf zwei Kontinenten wandeln – ein Erlebnis der besonderen Art.

 

Tag 11 (19.6.)  

Start: Selfoss/ Hotel

Ziel: Tagestour Westmännerinseln vers. Reykjavik

Hotel: wie Tag 10

Highlight: Heimaey, Harpa und gesenkter Schafskopf

Tagesablauf: Die eine Gruppe hat eine Fähre zu den Westmännerinseln gebucht. Nach einer Stunde geht es hier auf die Fähre. Die Wellen sind nicht so hoch wie beim Whale Watching und auch ist die Fähre baulich erheblich größer.  Die Insel Heimaey präsentiert sich mit Sonnenschein. (https://de.wikipedia.org/wiki/Heimaey) Die Gruppe geht durch das Lavafeld, indem 1973 rund 400 Häuser verschüttet wurden. Eine 12 km Wanderung schließt sich an.

Die andere Gruppe hat wetter-technisch Pech und kann bei leichtem Dauerregen die Hauptstadt genießen.  Nach dem Besuch der Harpa (das ist die Elphi von Island) wird in einem wunderbaren Bistro in der Innenstadt eine kleine Mahlzeit eingenommen. Diese Empfehlung sei jedem Reisenden angetragen: http://lebistro.is/ Hier kann man den Original Schafskopf bestellen, leichte Speisen zu sich nehmen oder einfach etwas Bistro Atmosphäre genießen.

Fazit: Island von seiner belebten Seite

Tag 12 (20.6.) 

Start: Selfoss/ Hotel

Ziel:  Reykjavik und Keflavik Airport

Hotel: Airport Hotel

Strecke & Weg: nnn

Highlight: Landmannalaugar (https://de.wikipedia.org/wiki/Landmannalaugar)

Tagesablauf: Ein weiteres Hochland wird besucht. Landmannalaugar mit dem wohl bestem Farbenspiel aus Braun- und Ocktertönen, das ich bisher gesehen haben, ein Paradies für Fotografen und Wanderer, die von hier aus in 4 Tagen das Meer erreichen können.

Zum Abschluss geht es nach Reykjavik bei herrlichem Sonnenschein. Das Abendessen wird in einem schönen Lokal eingenommen: Lakjarbrekka  (http://laekjarbrekka.is/) Wir probieren fermentierten Hai – das ist nur mit großer Vorsicht möglich und man sollte schon geschmacklich etwas darauf vorbereitet sein (https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A1karl).

Die gefahrenen Reiseabschnitte:

Fazit: Abschied nehmen – Ein wenig Wehmut kommt auf! Die Hauptstadt bietet zum Schluss Sonnenschein und Gute Laune!

  • Island ist anders, als erwartet – voller Weite, ein Farbenspiel von Braun, Grün, Blau und Schwarz.
  • Weite Flächen ohne jeden Baum und Strauch.
  • Landschaften, wie auf einem anderen Planeten, geprägt von vulkanischem Ursprung.
  • Teuer (für Touries), Lamm, Fisch, Huhn – keine Döner Buden, kein McD, keine (kaum) Fischbude, an den Landstraßen keine Imbissstände.
  • Manchmal ein Schild wie „nächste Tankstelle 287 km“, Verkehr nur im Einzugsbereich der Hauptstadt.
  • Island eignet sich zum „Runterkommen“ – zum „Ankommen“.

Islands Küche

Das raue Klima und die karge Vegetation erfordern eine gewisse Kreativität im Umgang mit den vorhandenen Lebensmitteln. Auf keiner Karte darf Lamm und Fisch fehlen, oft ergänzt um Chicken oder Duck, selten Rind, Schwein oder exotische Speisen. Oft wird auch ein vegetarisches Gericht angeboten. Wir haben auf unserer Reise einmal am Tag (abends) ein warmes Gericht bestellt und servieren lassen. Manchmal mit Vor- und Nachspeise waren alle Gerichte mit viel Sorgfalt und immer frisch zubereitet. Auch gab es nie lange Wartezeiten und immer ein freundlich gestimmtes Personal. Die Auswahl an den Speisen habe ich auf einer separaten Seite mit den Fotos dargestellt.

http://www.jordan-reisen.com/islands-kueche/

 

Mit dem Auto auf Island unterwegs

Die Ringstraße der Küste entlang und rund um die Insel (außer Westfjorde) beträgt ca. 1500 km und ist größtenteils asphaltiert. Bei einigen Strecken handelt es sich um Schotterstraßen mit losen Rändern. Nebenstraßen sind vielfach einspurig, dasselbe gilt für Brücken und Tunnel.

Abblendlicht ist tagsüber vorgeschrieben. Gurtpflicht gilt auf allen Sitzen. Fahren unter Alkoholeinfluss mit mehr als 0,5 Promille wird bestraft. Fahren abseits der markierten Straßen/Pisten ist aus Rücksicht zur Natur strengstens verboten.

Die Höchstgeschwindigkeit in Städten und Dörfern/Siedlungen beträgt 50 km/h. Auf den Strecken außerhalb dürfen max. 90 km/h gefahren werden (auf Schotterstraßen 80 km/h).

Tankstellen, oft mit Einkaufsmöglichkeiten, gibt es entlang der Ringstraße genügend. Im Hochland gibt es jedoch kaum Tankmöglichkeiten.

Hochlandpisten

Alle Straßen mit einem vorangestellten „F“ sind nur mit fürs Hochland zugelassenen Allrad-Fahrzeugen zu befahren sind. Dazu zählen auch die Straßen 35 Kjölur, 550 Kaldidalur, 939 Öxi sowie 52/520 Dragafell.

Normale PKWs, auch solche, die über AWD / permanentes Allrad verfügen, sind im Hochland nicht zugelassen!

Hochlandstrecken sind witterungsbedingt nur ca. von Mitte/Ende Juni bis Ende August befahrbar.

Kleidung und Ausrüstung

Mit ins Gepäck gehören vor allem lange Unterhosen, mindestens ein warmer (Woll-)Pullover, eine Kopfbedeckung, Handschuhe, Wollsocken sowie gute Wanderschuhe mit Profilsohle. Eine wind- und regenfeste Jacke sowie Regenhosen sollten auch im Sommer nicht fehlen. Badesachen mit Handtüchern sind für jede Islandreise unentbehrlich. Grundsätzlich sollte man das ganze Jahr auf jedes Wetter eingestellt sein und immer mit wechselhaften Bedingungen rechnen. 

 Telefon / Internet

Island wird, obwohl es nicht zur EU gehört, von den meisten Mobilfunkanbietern zur Ländergruppe Europa gezählt. Somit entfallen bei vielen Anbietern die Roaming Gebühren. 

Toiletten

An den meisten Sehenswürdigkeiten wurden in den letzten Jahren Sanitäreinrichtungen gebaut. Da diese Orte nicht an die Kanalisation angeschlossen sind, sind Betrieb und Reinigung aufwändig und kostspielig. Die Benutzung ist daher kostenpflichtig. 

Wandern

Bei Wanderungen in Island sollte man sich vor Beginn der Wanderung immer über das zu erwartende Wetter informieren. Auf der Internetseite des isländischen Wetteramtes, www.vedur.is, erhält man ausführliche Informationen und Warnungen. 

Zeitverschiebung

In Island gilt ganzjährig die GMT, es gibt keine Sommer- bzw. Winterzeit. Dadurch beträgt der Zeitunterschied im Sommer zu Mitteleuropa -2 Stunden und im Winter -1 Stunde.